Verblendung - Fazit mit Spoiler
Mona am 07. September 2009 23:08:07:
Stieg Larsson: Milennium-Trilogie Leserunde am 01. September 2009 19:40:08:
Moin Mädels, ich habe Band 1 am Wochenende platt gemacht und stelle fest, dass mir die beiden ziemlich ans Herz gewachsen sind. Deshalb habe ich auch gleich mit Band zwei angefangen (@Bördy: die Leserunde kann starten!), bei dem ich auch schon relativ weit gekommen bin. Aber jetzt zu Verblendung:
S
P
O
I
l
e
r
Mikael ist mir im laufe des Buches immer sympathischer geworden, auch wenn ich seine Handlungen zum Teil nicht nachvollziehen kann. Eigentlich hat er keine Lust nach Hedeby zu fahren, macht es aber trotzdem. Er ist nicht überzeugt von dem Projekt, übernimmt es aber. Irgendwie ist er der Widerspruch in sich mit seinen Handlungen, aber vielleicht ist es ja das verquere, was ihn mit der Zeit sympathischer macht. Nicht nachvollziehen kann ich sein Sexleben: Okay, die Dreiecksbeziehung mit Erika und ihrem Mann (@Marion: über ihren Namen stolpere ich auch die ganze Zeit, vor allem, da sie ja zum Großteil als seine Bettgefährtin geführt wird und nicht als seine Geschäftspartnerin, das passt wie Faust aufs Auge!), wenn die drei damit glücklich sind. Aber dann fängt er was mit Cecilia an und als Lisbeth ankommt, ist er auch gleich dabei. So sympathisch und anziehend kommt er für mich dann jetzt doch nicht rüber, dass ich verstehen könnte, warum jede Frau gleich mit ihm ins Bett springt. So ganz bin ich auch nicht hinter seine Schlussfolgerung gekommen, wann er und wie vor allen Dingen er darauf gekommen ist, dass Harriet noch lebt und dass Anita ihr geholfen hat. Alles wurde so ausgiebig erzählt und die Auflösung kommt so nebenbei.
Lisbeth ist ein Mensch für sich. Seltsamerweise war sie mir ja sofort sympathisch mit ihrr verqueren Art. Ich bin mal gespannt, welche Geheimnisse sich bei ihrem Leben in den nächsten zwei Büchern noch auftun. Die Aktion mit ihrem Betreuer war ja wohl heftig. Was für ein Schwein! Die Idee mit der Tätowierung fand ich klasse! Erschreckend finde ich allerdings bei ihr ihr Mißtrauen gegenüber allen Obrigkeiten, eigentlich ja allen Menschen gegenüber. Sie hat natürlich eine Menge mitgemacht und Menschen, die am Asberger-Syndrom leiden sind immer sozial sehr eingeschränkt und verhalten sich ihren Mitmenschen gegeüber seltsam, aber ihr Verhalten nach MArtins Übergriff auf Mikael und seinem Selbstmord fand ich dann schon sehr strange.
Damit kommen wir zu Martin. Er war mir ja schon suspekt, aber dass er so ein Schwein ist, da hätte ich nicht mit gerechnet. Er wurde zwar durch seinen Vater dahin erzogen, aber er hätte nach dessen Tod ja nicht damit weiter machen müssen. Bäh, und diese Selbstherrlichkeit dabei. Vielleicht war er aber auch nur ein Würstchen, dass im Geschäftsleben und mit den Vorstellungen der Familie nicht klar kam und sich woanders austoben musste. Mitleid mit ihm habe ich aber nicht. Jeder ist seines Glückes Schmied!
Allgemein muss ich sagen, dass die Familie Vanger schon ein sehr spezieller Haufen sind. Was sich da innerhalb eines doch elativ übersichtichen Clans für Abgründe auftun, alle Achtung.
Mein FAzit zu dem Buch: Ein sehr gelungenes Buch, dass einen recht langsam aber dafür immer mehr in seinen Bann zieht. Mich störten nur ein paar Kleinigkeiten, vor allem bei der eigentlichen Auflösung des Falles, von daher gibt es von mir:
LG Moni
- Re: Verblendung - Fazit mit Spoiler Alli 04.10.2009 19:32 (0)
- Re: Verblendung - Fazit mit Spoiler Marion 10.09.2009 09:43 (0)